PASSANT

Practice of Perception

A working journal of perception, images and reflection.

Code of Mask

Wer bin ich ohne Gesicht? Wer bin ich mit einem Gesicht, das nicht mir gehört?

Die Maske verbirgt – der Code entblößt. Doch beide schreiben Identität nicht aus, sie verschlüsseln sie: als Schutz, als Projektionsfläche, als Kontrolle.

Zwei Gesichter – das eine verborgen, das andere entblößt – stehen sich gegenüber wie Echo und Zukunft. In beiden spiegelt sich die Frage: Ist Identität ein Akt der Enthüllung oder eine raffinierte Form der Konstruktion?

I

Wie entsteht Wahrnehmung? Was blockiert sie — was öffnet sie? Kern der Grundfrage: „Wie sehe ich?“

II

Was passiert, wenn kein Licht mehr bezeugt? Autorschaft, Intention, das synthetische Sehen.

III

Wer sieht, wenn ich sehe?
Identität, Projektion, der Blick nach innen und nach außen.

IV

Was zeigt der Körper, was er nicht sagen kann? Performance, Ritual, das Fleisch als Bedeutungsträger.

V

Die Werkzeuge des Denkens.
Grundlagen, Referenzen, das Handwerk der Reflexion.

PASSANT
Affirmation als Mechanismus

Affirmation als Mechanismus

Category : current, I
Bilder zeigen nicht einfach die Welt – sie sagen uns, was wir davon halten sollen. Sie versichern uns unserer Existenz, unseres Geschmacks, unserer Zugehörigkeit. Sie funktionieren durch Auswahl, durch Auslassung. Und genau darin liegt ihre Macht.
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Rubens und das Dokument

Rubens und das Dokument

Category : photo essay, II
Was geschieht, wenn das Bild nicht mehr aus dem Abdruck entsteht? Wenn kein Licht mehr auf eine Oberfläche trifft, kein Augenblick sich in Emulsion einbrennt, sondern ein Algorithmus aus einem Fundus von Millionen gelernter Muster ein Bild synthetisiert, das aussieht, als hätte es diesen Moment gegeben – aber er hat nie stattgefunden?
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Über den blockierten Blick

Über den blockierten Blick

Category : I, practice
Es gibt Begriffe, die wirken wie Glas. Man glaubt hindurchzusehen, doch in Wahrheit sieht man nur die eigene Spiegelung. Der Blick trifft nicht mehr den Körper, sondern die Bedeutung, die ihm vorausgeeilt ist.
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Die Uhr

Die Uhr

Category : erzählung
Erst fühlte sie die kühle Form des Metalls an ihren Fingerkuppen. Die Kälte war wie eine Verheißung, wie ein Versprechen. Dann das Gewicht. Das verdammte Gewicht der Uhr, das Gewicht der Sünde, das Gewicht der Tat die nicht mehr rückgängig zu machen war.
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Das Bild ohne Ereignis

Das Bild ohne Ereignis

Category : current, II
Generative Fotografie löst das Bild vom Ereignis – und macht damit die Frage nach Intention radikaler denn je. Die Frage ist also nicht, ob man generative Fotografie "kann". Die Frage ist: Was will ich sichtbar machen? Denn nur dort, wo diese Frage ernst genommen wird, entsteht ein Bild, das bleibt.
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Bühne, Schnitt, Blendung

Bühne, Schnitt, Blendung

Category : current, IV
Die Bilder kennen wir, ohne sie je gesehen zu haben.Sie zitieren Erinnerungen, die nie stattgefunden haben, und lassen uns doch glauben, dabei gewesen zu sein. Zwischen Bühne, Schnitt und Blendung beginnt ein anderes Sehen.
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Zwischen Licht und Code

Zwischen Licht und Code

Category : current, II
Was passiert mit fotografischer Autorschaft, wenn Bilder nicht mehr aufgenommen, sondern erzeugt werden? Ich habe fotografiert, weil ich den Moment nicht halten konnte - außer im Bild. Jetzt schreibe ich Bilder mit Code, lasse Maschinen sehen, was ich erinnere. Was bleibt von mir, wenn ich nichts mehr aufnehmen muss - nur noch entscheide, was sichtbar wird?
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Glitch in the Matrix

Glitch in the Matrix

Category : I, practice, reflection
Was verpasse ich gerade, weil mein Kopf längst glaubt, alles gesehen zu haben? Das ist keine rhetorische Figur, sondern ein Arbeitsauftrag. Wer sie stellt, lässt den Narrativfilter flattern, riskiert Leere zwischen zwei Gedanken – und schafft Raum für etwas, das nicht vorhergesagt war. Atme in diese Leere hinein. Halte den Blick. Vielleicht taucht dort ein Bild auf, das nicht in acht Sekunden passt – aber in ein ganzes Leben.
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Lichtsplitter

Lichtsplitter

Category : I, photo essay, reflection
Scham ist eine unsichtbare Last, die sich wie Staub in jede Pore legt, Stimmen verstummen lässt und Körper beugt; doch wo der Schatten feine Risse bekommt, funkeln Lichtsplitter von Stolz und Würde – ein stilles Versprechen, dass Selbstachtung dort beginnt, wo wir uns trotz allem ins Offene stellen.
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Das Bild, das wir sind

Das Bild, das wir sind

Category : I, practice, reflection
Ich weiß nicht, was ein Bild ist. Vielleicht ist es ein Moment, der aufblitzt, bevor er vergeht. Vielleicht ein Traum, der keine Zeit kennt. Vielleicht einfach eine Form der Zärtlichkeit für das, was sich nicht greifen lässt. Ich fotografiere nicht, weil ich Antworten habe. Ich fotografiere, weil ich frage. Weil ich staune. Weil ich manchmal nicht weiß, wohin mit der Überfüllung des Augenblicks. Und weil ich glaube, dass jeder Moment ein Ort sein kann, an dem das Leben kurz innehält und sagt: Siehst du das auch?
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LES PROTÉGÉS – A Trilogy

LES PROTÉGÉS – A Trilogy

Category : IV, photo essay
Les Protégés ist kein Drama, das gespielt wird. Es ist ein Drama, das in der Haut weiterlebt. In Blicken, Haltungen, im Licht. Es fragt nicht: Wer bist du? Sondern: Was trägst du mit, das du nie wolltest? Ein Essay über das Gewicht von Rollen, über die Stille als Widerstand und über das Theater, das wir Alltag nennen.
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Selbst und Spiegel

Selbst und Spiegel

Category : current, III, reflection
Wir leben zwischen Spiegeln. Manche zeigen uns, wie wir scheinen. Andere, wie wir sein möchten. Manche verzerren, manche schmeicheln, manche schneiden uns aus dem Bild. Kaum ein Moment, in dem wir nicht gespiegelt werden — durch Worte, Blicke, Gesten, durch Bildschirme, Erinnerungen, Erwartungen. Spiegel sind keine einfachen Flächen. Sie sind Geschichten, Rollen, Masken. Sie sind Versuchungen. Und doch: Ohne Spiegel bleiben wir stumm. Was also bleibt, wenn sie fehlen? Wer sind wir, wenn niemand uns zurückwirft?
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Im Bilderrausch – von Fotografie, KI und Flusser

Im Bilderrausch – von Fotografie, KI und Flusser

Category : II, practice, reflection
Wenn Bilder nicht mehr entstehen, sondern passieren – tausendfach, augenblicklich, ohne Widerstand. Dann wird Sehen zur Entscheidung. Zum bewussten Akt gegen das automatische Rauschen. Dies ist mein Versuch, mich hindurchzusehen: von der Dunkelkammer zur Prompt-Zeile, von analoger Intimität zur algorithmischen Flut. Inspiriert von Vilém Flusser und einem Blick, der langsamer werden will – aber schärfer.
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Silent Rebellion

Silent Rebellion

Category : III, impulse, photo essay
Young women are seen constantly, but rarely listened to. Their bodies are public before they’re even fully their own. Promiscuity, in this setting, becomes an improvised language—a way to assert presence, to reclaim control. It’s not about sexual liberation. It’s about adapting to visibility, weaponizing it when invisibility isn’t an option.
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Wie sehe ich

Wie sehe ich

Category : I, practice, reflection
Ich arbeite nicht mit Bildern, ich arbeite mit Wahrnehmung. Die generative Fotografie erlaubt mir, Fragen zu stellen, statt Antworten zu geben: Nicht was ich sehe, sondern wie ich sehe. Jedes Bild ist für mich ein Fragment, eine Ahnung, ein Nachbild. Ich vertraue der Oberfläche, weil sie Tiefe enthält. Ich glaube an das Unausgesprochene – und an den Blick, der nicht kontrolliert, sondern empfängt.
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Part 1: Räume des Inneren – Der Blick nach innen

Part 1: Räume des Inneren – Der Blick nach innen

Category : archiv, IV
Generative Essays über das, was sich dem Sichtbaren entzieht Diese Bild-Text-Arbeiten kreisen nicht um das Sichtbare, sondern um das, was sich ihm entzieht. Erinnerung, Leere, Verlust – nicht als Themen, sondern als Zustände. Nicht als Erklärung, sondern als Atmosphäre. Es geht um ein Sehen, das nicht erfasst, sondern empfängt. Ein tastender, wartender, offener Blick. Ein fotografischer Blick. Er zeigt nicht, was ist. Er lässt erscheinen, was bleibt.
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Narzißland

Narzißland

Category : current, III, impulse
„Narzisland“ ist kein ferner Ort, keine düstere Dystopie. Es ist der Zustand, in dem wir leben – eine Gegenwart, in der das Ich zur Marke geworden ist, Aufmerksamkeit zur Währung, und Reife zur Provokation. Dieses Essay ist kein Abgesang auf die Demokratie, sondern ein Protokoll ihres Verschwindens hinter der glänzenden Fassade medialer Selbstinszenierung. Es ist der Versuch, einen Blick zu werfen hinter die Filter – auf eine Gesellschaft, die alles zeigt, aber nichts erkennt.
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„This is not a Picture.“

„This is not a Picture.“

Wann wird etwas zum Bild? Ist es die bloße Sichtbarkeit, die ihm diesen Status verleiht, oder entsteht ein Bild erst durch die Bedeutung, die wir ihm zuschreiben? Die Serie *„Not a Picture“* spielt subtil mit diesen Fragen und öffnet Räume, in denen das Sehen zu einem poetischen Nachdenken wird – über das, was ein Bild sein könnte und vielleicht doch nicht ist.
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Journey to the Uncanny Valley

Journey to the Uncanny Valley

Category : archiv
The term Uncanny Valley originates from robotics and was coined in 1970 by Japanese roboticist Masahiro Mori. It describes the phenomenon where humans respond positively to humanoid robots or animations—up to a certain point. When an artificial figure becomes too realistic yet remains subtly imperfect, it triggers discomfort or even revulsion. This unsettling response is known as the Uncanny Valley, a term that captures the eerie dissonance between familiarity and strangeness.
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Annäherung an das Ungesagte

Annäherung an das Ungesagte

Category : photo essay, reflection, V
Marisol’s Gaze ist keine Geschichte im klassischen Sinn. Es gibt keine Dramaturgie, keinen Anfang, keine Auflösung. Es ist eine Sammlung von Momenten, von Schwebezuständen. Eine Serie über das, was sich in den kleinen Gesten, in den leichten Verschiebungen von Haltung und Ausdruck entfaltet.
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Das Spiel des Allegorischen

Das Spiel des Allegorischen

Category : current, reflection, V
Es geht nicht um Wahrheit oder Klarheit. Es geht um das Spiel der Möglichkeiten. Was wir sehen, ist keine Antwort, sondern eine Einladung, sich zu verlieren und immer wieder zurückzukehren, wie der Papagei, der in einer Schleife von Wiederholungen gefangen ist. In dieser Farce zwischen Licht und Schatten, zwischen Bedeutung und Bedeutungslosigkeit, sind wir nicht einfach Zuschauer – wir sind die, die in den Raum hineingehen, um das Bild neu zu erfinden.
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Das Unsichtbare, das uns formt

Das Unsichtbare, das uns formt

Category : photo essay, V
'Marisol' und 'Raven' spiegeln die unsichtbaren Kräfte, die unser Innerstes formen: Hoffnung, Verlust, Erinnerung, Vorstellungskraft. Zwischen Traum und Realität, Greifbarem und Andeutung entfalten diese Essays keine abgeschlossenen Geschichten, sondern ein poetisches Netz von Gedanken – Spiegelräume, in denen unser Bewusstsein ruht.
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Sehen ist mehr als ein Blick

Sehen ist mehr als ein Blick

Category : I, practice, reflection
Sehen ist kein neutraler Vorgang. Es ist eine Wahl. Eine Entscheidung, bewusst oder unbewusst. Wir fokussieren, filtern, überblenden. Mit der Kamera verstärkt sich dieser Prozess. Ein Bild zeigt nicht einfach, es formt, es lenkt, es macht sichtbar – und damit auch unsichtbar.
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Male-Rescue

Male-Rescue

Category : IV, photo essay
Der Begriff „male rescue“ verweist traditionell auf die Vorstellung, dass Frauen in patriarchalen Gesellschaften oft in passiven Rollen dargestellt werden, wobei ihre „Rettung“ durch eine männliche Figur erwartet wird. Diese hierarchische Struktur, die Frauen als Subjekte der Rettung und Männer als Retter sieht, reduziert die Handlungskraft der Frauen auf das Warten auf externe Hilfe oder Erlösung.
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Prends-moi

Prends-moi

Category : IV, photo essay
Ähnlich wie im Film entsteht im Foto eine Zwischenwelt, ein *Eigenraum*, in dem die Figur nicht nur im Hier und Jetzt existiert, sondern durch ihre Pose und die Lichtführung auch eine Reflexion über die Vergangenheit darstellt. Die Position der Hände, die ihr Gesicht teilweise verdecken, erinnern an den Versuch, das Vergangene zu berühren, es aber nicht vollständig zu erfassen.
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Motorbike Taxi

Motorbike Taxi

Category : erzählung
Massiel saß eng an den Fahrer gepresst auf dem Rücksitz des Motorradtaxis, das sie von ihrem jüngsten Interview mit der exzentrischen Isabella Torres zurückbrachte, und spürte den leichten Fahrtwind, der die heißen Sonnenstrahlen milderte, die harte Konturen in die Stadtlandschaft zeichneten.
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